Nachstehend möchte ich Sie über mir wichtige Punkte informieren: 

1. Schwimmbad im Ortsteil Reichenborn

Vor 6 Jahren, auf der Podiumsdiskussion im Dorfgemeinschaftshaus Barig-Selbenhausen anlässlich der letzten Bürgermeisterwahl, habe ich auf die sinngemäße Frage „Können Sie sich die Öffnung des Schwimmbades im Ortsteil Reichenborn vorstellen?" folgendes geantwortet:
„Nein".
An dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert.
Liebe Bürgerinnen und Bürger, zum grundlegenden Verständnis der Thematik müssen Sie wissen, dass es zunächst gar nicht um die Frage des Betriebes bzw. der Öffnung des vormaligen Schwimmbades im Ortsteil Reichenborn geht.
Bevor eine entsprechende Diskussion auch nur ansatzweise einen Sinn ergeben soll, ist zunächst unabdingbar eine grundlegende Sanierung des früheren Schwimmbades (im heutigen Zustand ist es kein Schwimmbad mehr) erforderlich. Genau an diesem Punkt der Überlegungen befanden wir uns bereits in den Jahren 2000/2001.
Im seinerzeitigen Schwimmbadausschuss wurde von den zuständigen Fachbehörden wie z. B. dem Kreisgesundheitsamt unmissverständlich erklärt, dass eine Wiedereröffnung des Schwimmbades in diesem baulichen und technischen Zustand undenkbar sei. Die daraufhin eingeholten Gutachten für die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen lagen gemäß einer groben Berechnung, in Euro ausgedrückt, bei rd. 450.000,00 Euro, nach einem ausführlichen und sehr folgerichtig erscheinenden Gutachten eines seit ca. 40 Jahren im Bäderwesen tätigen Büros sogar bei rd. 1,1 Millionen Euro. Diese Berechnungen sind allerdings bereits ca. 9 Jahre alt! Heute befinden sich die baulichen und technischen Anlagen des Schwimmbadbereiches in einem noch schlechteren Zustand als damals.
Es ist offensichtlich, dass selbst unter Berücksichtigung des geringeren, eher zu niedrigeren Angebotes und einer angemessenen Baupreissteigerung eine Sanierung nicht unter rd. 600-700.000,00 Euro möglich wäre.
Selbst der Fraktionsvorsitzende der Partei meines Mitbewerbers formulierte in der Veröffentlichung „Merenberger Bote", 4. Ausgabe vom September 2009, auf Seite 4 unter der Überschrift: „Aus der Gemeindevertretung" sehr treffend: „Für freiwillige Maßnahmen bleibt einfach kein Geld übrig".
Liebe Bürgerinnen und Bürger, dieser Aussage stimme ich, gerade vor dem Hintergrund der negativen Ergebnisse des Jahresabschlusses 2008 - der Gesamtfehlbetrag betrug rd. 3,3 Millionen Euro - uneingeschränkt zu, denn das Schwimmbad Reichenborn ist eine freiwillige Maßnahme! Umso unverständlicher ist folgende Aussage meines Mitbewerbers auf derselben Seite desselben „Merenberger Boten" (nur 2cm weiter rechts!): „Ein weiteres Ziel ist die Wiedereröffnung des Schwimmbades in Reichenborn, ... ."
Angesichts der Tatsache, dass mein Mitbewerber gemäß Impressum verantwortlich für den „Merenberger Boten" und damit für beide Artikel ist, frage ich mich, welcher Aussage man nun glauben darf!

Meine Position ist eindeutig:

Wir haben angesichts der Schuldenlast und der aufgelaufenen Defizite bei gleichzeitig zwingend notwendiger Abarbeitung von gesetzlichen Pflichtaufgaben (z.B. Sanierung von Straßen, Kanälen und Wasserleitungen, Anbau an Kindergärten etc.) einfach kein Geld für die Sanierung des vormaligen Schwimmbades in Reichenborn.
Anderslautende Aussagen halte ich schlichtweg für unverantwortlich und falsch, also ausgesprochen populistisch.
Insofern möchte ich an dieser Stelle lediglich anmerken, dass Überlegungen, ein Schwimmbad über einen Förderverein zu betreiben, nicht neu sind. Vielmehr habe ich bereits zwei Versuche unternommen und alle Mitglieder des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung eingeladen, um das Schwimmbad in Siegbach zu besichtigen und mit dem dortigen Bürgermeister, Herrn Förster, die dortige Betreiberlösung über einen Förderverein zu diskutieren. Beide Termine waren mit Herrn Bürgermeister Förster abgestimmt, mussten jedoch wieder abgesagt werden, da nur ein paar Mitgliedern der Gemeindegremien überhaupt ihr Interesse bekundet haben.

Sollte sich die finanzielle Lage des Marktfleckens Merenberg in den nächsten Jahren verbessern und es eine Möglichkeit geben, dass Schwimmbad im Ortsteil Reichenborn zu sanieren, vielleicht mit entsprechenden Zuschüssen vom Land Hessen, bin ich gerne bereit die Diskussion wieder aufzunehmen.

Ich stehe auch weiterhin dafür ein, die sehr begrenzten Mittel des Marktfleckens Merenberg nur für absolut notwendige Maßnahmen zu verwenden.

 

2. Wahltermin
Im Februar dieses Jahres habe ich den gemeindlichen Gremien frühzeitig vorgeschlagen, dass die in diesem Jahr anstehende Bürgermeisterwahl mit der am 27. September 2009 stattfindenden Bundestagswahl durchgeführt werden könnte. Dies wurde trotz folgender -meiner Ansicht nach- stichhaltiger Begründungen abgelehnt:

1. Erleichterung für die Wählerinnen und Wähler sowie für die im Wahlamt tätigen Wahlhelfer (nur einmal zur Wahl und nur einmal Zeitaufwand für die ehrenamtlichen Wahlhelfer)
2. ein nicht unerheblicher, zusätzlicher finanzieller Aufwand entsteht
3. geringere Belastungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung

Trotz dieser Argumente wurde mein Vorschlag nicht angenommen. Da für diesen Beschluss eine 2/3 Mehrheit der Gemeindevertretung erforderlich ist und erkennbar war, dass diese Mehrheit durch das unnachgiebige Verhalten der SPD-Fraktion nicht durchzusetzen war, habe ich die Bemühungen um eine Zusammenlegung der Bürgermeisterwahl mit der Bundestagswahl eingestellt. Eine für mich stichhaltige Begründung für ihr ablehnendes Verhalten wurde von Seiten der SPD-Fraktion bis heute nicht abgegeben. 21 Städte- und Gemeinden in Hessen haben diesen Beschluss über die Durchführung der Bürgermeisterwahl mit der Bundestagswahl gefasst, in Merenberg ging dies leider nicht. Ich gehe davon aus, dass die SPD-Fraktion ihrem Kandidaten bei einer Bürgermeisterwahl mit einer geringeren Wahlbeteiligung bessere Siegchancen einräumt. Daher bitte ich Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, gehen Sie am 15. November 2009 wählen und geben Sie mir erneut ihre Stimme.

 

3. Vöhler Weiher
In den letzten Jahren habe ich dem Gemeindevorstand immer wieder vorgeschlagen, dass wir versuchen sollten, die Möglichkeit des Badebetriebes im Vöhler Weiher zu prüfen. Folgende Maßnahmen wurden seit meinem Amtsantritt im Jahre 2004 bezüglich der Verbesserung der Wasserqualität im Vöhler Weiher durchgeführt:
1. Im Jahre 2006 wurden in der Zeit vom 16. Mai bis zum 23. August 2006 regelmäßige Wasserproben durch das Hess. Landesprüfungs- und Unter-suchungsamt in Dillenburg gezogen, mit denen die Wasserqualität überprüft werden sollte. Abschließend hat das Kreisgesundheitsamt dazu festgestellt: „Auf der Grundlage der derzeitigen Kenntnisse über den Ist-Zustand des Vöhler Weihers kann dieser weder nach der Badegewässerverordnung 1998 noch durch die im März 2008 in Kraft tretenden Folge-verordnungen, die erforderlichen Qualitätskriterien eines Badegewässers erfüllen und folglich als solcher auch nicht empfohlen werden."
2. Im Jahre 2008 habe ich erneut Verbindung mit der Unteren Wasserbehörde aufgenommen und nach Möglichkeiten gesucht, damit die Wasserqualität verbessert wird. Nach sehr aufwändigen Ortsbesichtigungen durch die Untere Wasserbehörde wurde uns vorgeschlagen, eine Studie in Auftrag zu geben. Diese Studie soll lt. einem vorliegenden Angebot rd. 12.600,00 € kosten. Wir als Gemeinde wollten ein solches Gutachten jedoch nicht alleine finanzieren. Nach Gesprächen mit dem Eigentümer und dem Landkreis Limburg - Weilburg musste ich jedoch feststellen, dass wir hier keine Unterstützung bekommen werden. Daraufhin habe ich nochmals mit der Unteren Wasserbehörde verschiedene Gespräche geführt, die in einen Antrag auf Bezuschussung durch das Land Hessen mündeten. Das Land Hessen hat uns jetzt einen Zuschuss von 4.400,00 € zur Finanzierung der Studie in Aussicht gestellt. Nach Einschätzung der Unteren Wasserbehörde wird eine solche Studie jedoch zu dem Ergebnis führen, dass auf den Marktflecken Merenberg erhebliche Kosten zukommen werden, um die Voraussetzungen für die Schaffung des Badebetriebes im Vöhler Weiher zu ermöglichen. Da der Marktflecken Merenberg einerseits jedoch aufgrund der finanziellen Situation nur sehr begrenzte Mittel für freiwillige Ausgaben zur Verfügung hat, ich aber andererseits die Badefähigkeit des Vöhler Weiher erreichen möchte, werde ich diese Angelegenheit dem Gemeindevorstand in einer der nächsten Sitzungen zur Entscheidung über die weitere Vorgehensweise vorlegen.

Wie Sie sehen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, habe ich mich in der Vergangenheit immer wieder dieser Thematik angenommen und werde auch weiterhin intensiv versuchen, eine Bademöglichkeit im Vöhler Weiher zu erreichen.

 

4. „Einer von uns" und „Vereinsmensch"
Was mich in den Veröffentlichungen meines Mitbewerbers in der letzten Zeit doch etwas verwundert, ist die Aussage „Einer von uns". Diese Aussage soll Sie auf meinen Wohnort in Biskirchen aufmerksam machen und mitteilen, dass ich keiner „von uns bin". Dies sehe ich jedoch ganz anders. Seit ich am 16. November 1983 meine Arbeit in der Gemeindeverwaltung Merenberg aufgenommen habe, bin ich sehr wohl der Überzeugung, dass ich „einer von Ihnen bin".

Ein besonderes Anliegen in meiner langjährigen Arbeit für den Marktflecken Merenberg war die Zusammenarbeit mit den vielen ortsansässigen Vereinen. Aus meiner über 20-jährigen Vorstandsarbeit in verschiedenen Vereinen u. a. als Vorsitzender des Förderkreises Burg Merenberg, weiß ich, wie wichtig die Gemeinde für die kleinen und großen Nöte der Vereine ist. An dieser Tatsache wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Vereine im Marktflecken Merenberg wissen, dass sie sich auf mich als ihren Bürgermeister immer verlassen können, und ich mich auch weiterhin für ihre Belange einsetzen werde. Ich bin ein „Vereinsmensch".

 

5. Die Wahl
In den nächsten Tagen werden Sie in allen Ortsteilen von Merenberg Plakate von mir und von meinem Mitbewerber sehen. Während der Bürgermeisterwahl 2003 hatten die seinerzeitigen Bewerber richtigerweise auf das Plakatieren verzichtet. Ich hatte meinem Mitbewerber vorgeschlagen -wie in 2003- darauf zu verzichten. Er jedoch hat meinen Vorschlag leider abgelehnt. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dafür entschieden, ebenfalls Plakate in allen Ortsteilen aufzuhängen. Gleichzeitig möchte ich allen Bürgerinnen und Bürgern mitteilen, dass ich außer dem einen oder dem anderen Flugblatt noch einen Flyer mit einem Anhänger herausbringen werde. Auf weitere Aktionen werde ich jedoch verzichten und habe dafür den Betrag von 250,00 € an die Kindergärten in Merenberg und Barig-Selbenhausen gespendet und weiß, dass dieser Betrag hier gut angelegt ist.